Pinochet, der blutige Mörder und Diktator Chiles, ist Tod. 1973 putschte er sich zur Macht. Er war die einzige Möglichkeit, Chile aus dem sozialistischem Sumpf des sozial-demokratisch gewählten Präsidenten, Salvador Allende, zu befreien.
Das Problem der dipolaren Zeit war es, dass diese Diktaturen von den westlichen Regierungen legitimiert worden. Damit auch die Verbrechen. Die Politiker konnten mit sowas gut schlafen. Schlimmer noch sie waren direkt verwickelt in die Verbrechen, ob mit Geldspenden oder direkter Bekämpfung von Regimekritikern. Der Antrag der sozialistischen Länder in der UN, die Verbrechen der einegsetzten Diktaturen zu verurteilen, wurden nicht wahrgenommen. Deutschland enthielt sich damals. Und auch Personen wie Willy Brandt waren zu keiner Verurteilung im Stande. Im Gegenteil, diese pro rechten Umstürze wurden als Rettung vor dem Sozialismus angesehen. Die Verbrechen aber wurden übersehen.
Bis heute ist in Chile selbst noch keine richtige Aufarbeitung geschehen. Zwar verurteilt die chilenische Präsidentin die Verbrechen und verweigert dem Diktator ein Staatsbegräbnis, doch es gibt noch viel zu tun. Die Verfassung ist immernoch die von 1980, aus der Diktatur; autoritär mit einer zentralen Rolle des Militärs, sowie wirtschaftliche Hoheit. Ein Diktatur wird zu Grabe getragen, aber die Schuld bleibt.
Posted by: sanddancer | Dezember 12, 2006
Tod Pinochets, Chile im Aufbruch?
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