Heute morgen um halb 7 habe ich mit dem ernsten Gedanken gespielt einen Trinken zu gehen; vllt. einen Kakao oder den ersten Kaffee seitdem ich mich erinnern kann. “Der gute Mensch von Sezuan” war lang, aber der Schlaf zu kurz. Es regnete ziemlich heftig und ich fühlte mich topfit. Alles war derartig normal, halb 5 Aufstehen, der Weg zur Arbeit, die Birke und der Fahrradständer. Selbst der alltägliche Smalltalk mit der Putzfrau.
Nur eines nicht, das ich heute frei hatte. Kostenlos. Wenn ich das gewusst hätte.
Somit begab ich mich dann doch wieder auf den Heimweg, ohne Trinken. Das Angebot vom Nachtdienstkollgegen trocken und ohne Anstrengung heimgefahren zu werden, konnte ich nicht abschlagen. Wär ja sonst auch blöd gewesen, wenn ich nicht Arbeiten sollte und den Vormittag zum Schlafen vor mir hatte. Und das Bedürfniss wie der eine Herr am Straßenrand zu joggen hatte ich auch nicht. Bestimmt hat der Liebeskummer und nutzt den obendrein verregneten Morgen.
So legte ich mich um 7 wieder ins Bett, glücklich darüber heute frei zu haben.
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