Für viele ist der Protest notwendig, für viele unverständlich. Gegen was wird protestiert und wieso? Denn der G8-Gipfel ist an sich angesichts der Treffen der Staatsmächte positiv zu werten. Doch inwieweit besteht Handlungsfreiraum?
Der G8-Gipfel bildet heute quasi eine Kabinettsregierung der Weltmächte, die über die Problemfelder der Welt entscheiden wollen. Das müssen sie auch angesichts der Veränderungen in der Welt und sie sind die einzigen mit Entscheidungsgewalt. Es ist also mehr als der ursprüngliche Meinungsaustausch, aber es muss auch mehr erreicht werden als Absichtserklärungen, die wie leer erscheinen. Mehr als Gerede, feste Beschlüsse braucht man. Das Problem ist aber, inwieweit können die Mächtigen etwas verändern und inwieweit wollen sie es.
Die in den Medien falsche Darstellung und Demonstration einer riesigen Dominanz „der Starken“ gibt es nicht. Im Gegenteil sie sind alle betroffen, von den weltweiten Problemen und gegenüber diesen, erscheinen sie winzig.
Der Protest kann nichts verändern, aber ein Urteil und Kritik bilden kann er. Denn die „Beschlüsse“ der letzten Gipfel sind größtenteils im Sand verlaufen. Eigene Forderungen und Aufmerksamkeit ist somit das Ziel der Gegner.
Verfasst von: sanddancer | Juni 8, 2007
G8-Gipfel: Betrachtung und Meinungen
Veröffentlicht in Politik zwischen Empörung und Schlafanzug, global ist alles
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