Verfasst von: sanddancer | Dezember 3, 2005

Frieden?

Wir Deutsche leben seit 60 Jahren in Frieden und sehen diesen als Normalzustand an. Der letzte Krieg ist bei uns 60 Jahre her. Frieden ist aber kein Normalzustand in den meisten Ländern, sondern Krieg. Deswegen müssen wir, bevor wir versuchen unseren (momentanen?) Normalzustand anderen unbesonnen überzustülpen, die anderen erst kennen und verstehen lernen, damit wir andere Zustände in unseren Zustand (der der beste ist) verwandeln können, nämlich in Frieden. Und so schließlich weltweiten Frieden herzustellen.
Das schwierige ist, dass die Welt brutaler geworden ist.

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Responses

  1. ich denke, dass die Welt nicht brutaler geworden ist. Sie war schon immer brutal. Auch die Anzahl der Konflikte ist heutzutage nicht groesser als vor hundert oder zweihundert Jahren. Was die heutige Zeit von der vor hundert oder zweihundert jahren unterscheidet, ist der offene Zugang zu Nachrichten. Wir leben in einer Kommunikations- und Mediengesellschaft, in der sich jeder Informationen zu jedem erdenklichen Thema und Gebiet besschaffen kann. Die ständigen Nachrichten ueber Krieg und Gewalt, die Bilder von Verletzten und Misshandelten und sogar Videos von Hinrichtungen lassen uns die Welt heute deshalb brutaler und gewalttaetiger erscheinen.

    Dennoch kann das einzige Bestreben aller Voelker und Nationen sein, Kriege zu beenden, zu verhindert und weltweiten Frieden zu schaffen. Wenn man allerdings auf die letzten paar hundert Jahre zurueckblickt, kommt man ins zweifeln, ob es jemals gelingen wird, diesen status optimus zu erreichen…

  2. Sehr richtig was du sagst.
    Wir leben in einer Informationsgesellschaft in der wir nicht nur in Nachrichten, sondern auch in anderen Bereichen wie Kino ständig mit Gewalt konfrontiert werden.
    Was nicht heißen muss, dass ein Mensch gleich brutal wird.

    Ebenso gab es natürlich auch früher schon Gewalt, aber ich denke, dass die Art der Gewalt dennoch brutaller geworden ist.
    Das heißt, die Art der Kriegsführung war früher grausamer, da durch mit einer direkten Gegenüberstellung die Leute sich bekämpft haben. Da passierte es manchmal das jemand der Arm abgehackt wurde. Aber es war Krieg.
    Im heutigen Krieg drückt man auf einen Knopf und die Totenanzahl sind verheerend. Da ist keine direkte Gegenüberstellung. Insofern wirkt es weniger brutal. Warum dann die Art der Gewalt brutaller?
    Heutzutage werden Folter, Misshandlungen, Vergewaltigungen und Verstümmelungen an anderen Menschen bewusst durchgeführt. Der Wert des Menschen, was ist das? In früheren Zeiten, war es das Ziel den Menschen zu töten, was schon schlimm genug ist, und selten ihn auf verschiedene Weise noch leiden zu sehen. (ok manchmal doch).
    Scholl-Latour hat einmal einen Vergleich gebracht..“Früher konnte man in einer afrikanischen Stadt ohne Angst umherlaufen, heutzutage aber ist das lebensgefährlich“.

    Naja, egal ob sie nun brutaller geworden ist oder nicht, das Ziel bleibt das gleiche,wie du auch meinst, weniger Gewalt.
    Tja und zu der Zweifel kommt, wie soll das geschehen?


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