Verfasst von: sanddancer | Dezember 21, 2005

Kunstdialog

„Was machst du da?“
Ich weiß es nicht, aber du würdest es Kunst nennen.

„Kunst, sowas sinnloses, dummes Rumgekritzel“
„Kunst da, Kunst dort, alles isch Kunst“
hm so? Was ist es denn?

„ein Wort und sehr unnütz“
aha eine Bezeichnung, aber für was?

„ka…. für das, was du da machst ….Ich könnte das nicht“
Ich mache also Kunst? Was ist mit dir und deiner Musik, ist das nicht auch Kusnt?

„hm ja … weiß nicht….Was ist Kunst?“
Was Kunst ist, darüber reden wir ja … ein schwieriges Wort und schwer zu fassen:
Kunst ist für jeden was anderes. Man kann Kunst nicht vorschreiben, da sie aus ihrer Individualität entsteht. Was dann rauskommt, muss nicht immer schön anzuschauen sein, kann stattdessen chaotisch, einfach, bunt oder kratzig aussehen oder sich auch anhören. Was aber Kunst zu Kunst macht ist die eigene Überzeugung, die eigene Motivation, das „Bewusstsein“ und die Verbindung zu einem Werk, zu einer Begebenheit. Kunst drückt aus, der Ausdruck ist Kunst.

„soviel und weiter?“
Der Ausdruck ist vielfältigst: Malerei, Musik, Sport…
Aber noch vielfältiger sind die Motive.

„ja das ist klar!“
„Aber in der Schule, da müssen wir die blöden Statuen lernen, das iat doch total langweilig“
Das ist eine architektonische Kunst, langweilig ist es wirklich die Statuen in der Theorie reinzupfeifen. Aber überleg mal, welche Bedeutung Statuen haben können, außer jetzt in der Architektur, dass sie nämlich ein Haus zusammenhalten. In der Video-/Filmkunst spielen da Säulen nicht immer eine große Rolle? Der typische Lauscher hinter der Säule und der Kerzenschimmer flackert an der Säulenwand.

„öh..ka…Ist Kunst dann eine Säule?, kann dann auch die eigene Kleidung, der Sandstrand auf den Seychellen, der Garten, eine eingebaute Lichtanlage an der Garagenwand sein?“
Warum nicht? Es kommt drauf an was man mit den Sachen macht.
Das Bild und die Assoziationen die man zu einer Sache hat, z.B. einem Straßendolen?!?.
Kunst entsteht, wenn man nicht daran denkt und entsteht nicht, wenn man daran denkt.

„hä, Schuss oder so?“
Einen Schuss zuviel an Fantasie. Dazu eine besondere Neigung zum Beobachten.

„aha, jetzt hier z.B. Klobrille: Beobachtung: es stinkt“
haha, sehr gute Beobachtung oder besser Wahrnehmung, was ist mit der Assoziation?

„da hat jemand gekackt, hehe“
richtig…Ein Ort der Erleichterung. Die Umgebung, Funktion und die SItuationen machen ein Objekt erst wirksam.
Aber stelle dir eine Klobrille an einer weißen Wand, aufgehängt wie ein Bild, vor. Ist das nicht hirnverbrannt. Das hat weder mit Kunst noch mit Scheißen zu tun.

„jo jo, Aber egal lassen wir das. Ich lass mal die Klobrille einfach Klobrille sein“
Ist auch besser so.

„Erzähl mir was aus deinem Kunstwerk geworden ist, gute Nacht“
„ja, Schlaf gut“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: