Verfasst von: sanddancer | März 24, 2007

Nach dem Überleben kam das Leben…

Habt ihr euch nicht schon alle mal gefragt wie das Leben vonstatten geht? Warum wir aufstehen? Wie wir leben und warum wir das machen was wir machen. Und warum das so verdammt erfolgreich ist.
Was ist leben? Leben ist nicht gleich erleben und leben ist nicht nur atmen.

Seitdem wir, wir Menschen und später die Menschheit, sich nicht mehr über das Überleben Gedanken zu machen braucht, macht es sich Gedanken über das „Leben“.
Wenn ich anfangen würde zu fragen, würde mir jeder sicher was anderes sagen. Die Philosophen, die Urgesteine des Denkens und der Lebenserforschung, hatten alle ihre Theorien. Manches Buch kann einen darüber aufklären. Sofies Welt würde für viele schon ausreichen. Aber einmal angefangen hört das Fragen nicht auf. Nie mehr.

So einzeln und individuell wir auch sind, unser Prozess der Lebensgestaltung ist eine Entwicklung einer globalen Angleichung. 10000 Jahre hat es gebraucht bis der Mensch sich in seiner eigenen Verfassung stabilisiert hat, angefangen hat zu formen und zu erbauen (sich selbst zu sehen in der Aufklärung). Das was wir heute Kultur nennen hat uns endgültig von evolutionären Experementier-und Selektierprozessen getrennt.

Angefangen hat diese kulturelle Dynamik durch ein gemäßes Klima nach der Eiszeit. Das führte zum Bevölkerungswachstum und mit Hilfe der Sprache konnten Einheiten geschaffen werden. Verschiedene Kulturkreise fingen an, sich ihrer Umwelt anzupassen und zu nutzen. Es kam zu einem Wettbewerb, der zu Urbanisierung und letzt endlich zur Monopolisierung und Globalisierung menschlicher Kultur führte. Die kulturelle Bandbreite wurde vereinheitlicht.
Die abendländische Zivilisation zeigte sich da besonders erfolgreich. Der gesell. Reichtum machte unser kulturelles System zu einem Vorbild, auch wenn dieses leider auf wirtschaftlicher und politischer Macht zur Durchsetzung eigener Interessen ausgelegt ist.

Wie sieht das Bild des Menschen dabei aus? Ist er gefangen in seiner Allmachtsintention? Der Mensch geht über alles. Und was passiert wenn der Mensch anfängt sich zu standardisieren oder idealisieren? Das will man lieber nicht wissen.
Wie leben wir?
Es gibt dazu verschiedene Aspekte: z.B. unsere Natur bestimmt unser Dasein. Die Frage lässt sich nicht einfach in zwei Sätzen ausdrücken „wie wir leben“, auch wenn das manche Zitatautomaten das behaupten; „Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt“ oder so ähnlich….Bevor wir diese Frage beantworten wollen, müssen wir versuchen sie zu verstehen.
Nun, ich frage mich wie unsere Lebenskultur wohl aussieht und aussehen wird. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich Menschen einfach hilflos vereinnahmen lassen. Unser Handeln ist abhängig aus diversen Stukturen. Unsere Kultur des Lebens richtet sich nach Vorgaben und Prinzipien, die erst einmal selbstgeprüft werden sollten, aber von den Menschen nicht regisriert werden. Jeder müsste sich selbst fragen, was hat das für eine Bedeutung, was ich mache. Wo ist die Ursache und was ist das Ziel.

Nebenbei ist mir heute klar geworden aus welchen Attributen das (Über)Leben besteht:
arbeiten -> notwendig um unser Leben zu gestalten und gestalten zu können
erholen -> ohne Erholung, Kräftestärkung und Gesundheit sind wir nicht lebensfähig
bilden -> ohne Wissen werden wir das Leben und die Welt nicht bewältigen können
getalten -> mit unseren Ressourcen schaffen wir eine kleine, eigene Umwelt in der wir Leben
Diese Attribute hängen alle miteinander zusammen und sind unser Lebensantrieb, egal wie der Mensch ist und was er ist.

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