Verfasst von: sanddancer | März 25, 2007

World Press Photo 2006 II

WPF – 2006

Dieses Bild hat den letztjährigen World Press Photo-Award gewonnen.
Es stieß auf verschiedene Reaktion. Im krassen Gegensatz zum Libanonkrieg, zeigt es eine Gruppe junger Menschen im Cabrio an Kriegstrümmern vorbeifahrend. Man möchte meinen „reiche libanesische Touristen fahren durch die Trümmer“. Es kommt einem das Gefühl der Verachtung. Die Christenbourgeoisie des Libanon zeigt sich neben dem Kriegsschauplatz in ihrem Glamour. Das wollen wir doch gar nicht sehen. Es ist eine Abscheu, die es nicht wert ist, auszuzeichnen.
Das hat doch nicht viel mit der harten Realität des Krieges zu tun!
Falsch, eben doch!
Und das macht das Bild letztendlich so gut. Es zeigt die waschechte Realität. Die Gruppe junger Menschen gehört nicht zur reichen Oberschicht, wie man vermutenkönnte, und das Auto ist geliehen. Mit dem Zweck die jungen Menschen in ihre Heimatdörfer zu bringen. Denn sie sind Flüchtlinge aus den Krisengebieten. Der Fahrer und seine Schwestern sind Muslime, dazu kommt noch eine Christin. Das Auto gehört der Freundin des Fahrers, die Mitgleig einer Nothilfeorganisation ist und ihre Haus für Flüchtlinge freigab. Alle verbindet der Krieg.

Politische Absichten gibt es nicht. Es hat kein Opferbild gewonnen, dass aufwirbeln würde.
Das Bild mahnt uns, dass wir nicht zu früh resultieren sollen und alle in den Fehlern des gewaltsamen Handelns gebunden sind.

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