Verfasst von: sanddancer | April 8, 2007

Osteraufstand, "Wir gehorchen weder König noch Kaiser"

Vor 101 Jahren begann in Dublin, der von der irischen Bürgerarmee ausgeführter Aufstand gegen die britischen Besatzer für ein freies und unabhängiges Ireland. Eine Woche lang verschanzten sich an die 1000 Rebellen und Rebellelinnen in der Innenstadt von Dublin und leisteten einer Übermacht von 5000 britischen Soldaten Widerstand.
Widerstand gegen die jahrhundertlang-währende Besatzungszeit der Engländer. Schon immer gab es Rebellionen, die paradoxerweise immer schlecht ausgeführt und niedergemacht wurden. Es war die Mentalität der irischen Volkes rebellisch zu sein und Ireland wurde auch nie zu einer endgültigen Kolonie v. England; gegen die Ausbeuter und gegen die Unterdrückung der eigenen Kultur. Besonders Ende des 19. Jahrhunderts erblühte ein Nationalismus, der den Aufschrei nach einem freien Republik ertönen ließ. Dabei verschmalzen die Träume, Ideologien, Kultur und Mythen in eine gällische Bewegung.

Manches am Aufstand, erinnert an die Revolution von 1848 in Deutschland. Der Wunsch nach einer vereinten Nation und Demokratie spiegeln die ähnlichen Bedürfnisse der Iren wieder. Wobei das verlangen nach einer eigenen Nation am wichtigsten war.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die britische Fremdherrschaft abgelehnt, aber eine gewaltsame Befreiung befürwortete eher die Minderheit. Doch der Einsatz der Briten in Kontinentaleuropa (für ein freies Belgien!) und die drohende Miliz der Unionisten im Norden drängte die beiden irischen Armeen zum Angriff; die IRB und die iri. Freiwilligen, die sich zum Schutz der Iren, gegen die Polizei gegründet hatten. Nach einigen Missverständnissen jedoch, schlossen sich schließlich nur 1200 Einsatzwillige, die meisten von ihnen Normalbürger, dem Aufstand unter J. Connolly an; ein eher aussichtsloses Unterfangen.

So schlugen die Rebellen am Ostersonntag zu, besetzten Dublin und riefen die Republik Ireland aus. Später sollte der Kampf in den Provinzen losgehen. Die Bevölkerung, die eher überrascht v. diesem Schritt war, lehnte den Aufstand ab. Er wurde eher skeptisch betrachtet. Dazu kamen die Beschädigungen und Einnahme der Stadt, aus der die Zivilbevölkerung weggeschickt wurde. Nach einer Woche schweren Kämpfen mit den britischen Truppen kapitulierten die Rebellen, sich einer gewaltigen Übermacht gegenüber sehend. Die Anührer wurden erschossen, die Gefangenen eingekerkert.

Nach der vorersten Ablehnung des Aufstandes kippte die Stimmung in der Bevölkerung schnell. Die Repressalien der britischen Verwaltung, die vielen Hinrichtungen und als Nachrichten über das Vorgehen der Briten im Kampf mit den Rebellen hervorkamen, zeigte man sich dem Aufstand positiver.
Die Rebellen hatten ihr Ziel erreicht; den Iren zu zeigen, dass sie brereit gewesen waren für ein freies Ireland zu kämpfen. So wurde der Osteraufstand zu einem Wendepunkt auf dem irischen Weg zur Unabhängigkeit. Es war auch die Geburtstunde der IRA.

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