Verfasst von: sanddancer | Juni 8, 2007

der G8-Gipfel; Entstehung & Weltwirtschaft

Es ist das Feindbild der sozialen Bewegungen. Ein Symbol der weltweiten neoliberalen Wirtschaftordnung, Dominanz der Mächtigen und ihrer Machtverteilung. Was bedeutet der G8-Gipfel für uns heute? Ein Gipfel bei dem Tausende auf die Straßen gehen, ein 12 Mio. teurer Zaun gebaut wird und alle möglichen Anstrengungen dafür eingesetzt werden. Nach den offiziellen Erklärungen soll der Gipfel doch ein Weg zur Lösung von globalen Problemen darstellen.

Gegründet wurde der Gipfel 1979 ursprünglich zum Meinungsaustausch, aber schon damals aus wirtschaftlichen Ursachen heraus bzw. der sich grenzüberschreitenden Wirtschaftsentwicklung gegenüber nationaler Politik. Es war die Zeit einer Weltwährungskrise.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine neue Weltwirtschaftsordnung eingeführt. Zu diesem Zweck wiederum verschiedene Institutionen:
– die Weltbank -> Kreditlieferung für Aubau/Modernisierung
der internationale Währungsfond -> System zur Unterstützung bei Zahlungsprobleme

Die inderekte Weltwährung war der Dollar, der den Amerikanern eine Dominanz auf dem Weltmarkt beherrschte und zum Nachkriegsboom führte. Dieses System zeigte aber schon bald Risse, als die USA nicht mehr die alleinige Indstrie-/Exportmacht innehatten. Das führte u.a. zur ersten Weltwirtschaftskrise und zum ersten Weltwirtschaftsgipfel. Die USA behielten ihre Vormacht v.a. aufgrund ihrer militärischen Überlegenheit. Das war aber eine falsche ökonomische Grundlage, das bestehende System wurde aufgekündigt und der Markt sich „selbst“ überlassen. Die Regulation und Kontrolle v. Devisen und internatinalem Handel wurde komplizierter. Die weltweiten Transaktionen und die Geldebene unberechenbar.

Auf dem Wirtschaftsgipfel wurde schließlich beschlossen, die ökonomische Dynamik ohne staatliche Grenzen sich selbst zu überlassen. Das Problem: Die eingeführten internationalen Gremien wie UNO, Weltbank und internationale Wärungsfond setzen staatliche Grenzen voraus. Die Weltwirtschaft erfuhr eine Wende zum freien Handel. Es kam zu einer grenzüberschreitenden ökonomischer Dynamik, die den Neoliberalismus ohne kenyanische Regulationen freien Lauf ließ. Entwicklungsläner bekamen von den internationalen Gremien nun harte Vorgaben.
Doch kann sich der Markt selber regulieren oder braucht er Grenzen?

Aufgrund von schwankenden und neuen Wirtschaftsentwicklungen (Japan, Ölstaaten) drohte der Dollar abzustürzen. Es kam zum G7-Gipfel auf dem der Dollar durch besprochene Notenbankinterventionen stabilisiert werden konnte; die G7 als Retter in der Not. Doch das Grundproblem der Instabilität der Währungen in der globalen Ökonomie blieb. Dieses geriet in den Hintergrund aufgrund der politischen Ereignisse (Zusammenfall des Ostblocks) und die daraufhin propagierten Überlegenheit des Neoliberlismus. Öffnungen der Märkte, weniger Grenzen und Privatiesierungswellen waren die Folge mit einem neuen versprochenen Wohlstand. Stattdessen kam es zu einer weltweiten Massenarbeitslosigkeit. Da die Wirtschaft transnational wurde, wurden staatliche soziale Standards abgebaut und der Lohn der globalen Wirtschaft angepasst. Nach den Waren-, Finanz- und Kapitalmärkten wurde auch der Arbeitsmarkt globalisiert, was zu Billiglohnkonkurrenz führte. Globalisierung, Modernisierung und Privatisierung vermischte sich.
Der Gipfel gilt somit als Gründer des Sozialabbaus und wurde zum Ziel der Protestierenden. Doch wie kann man die Wirtschaft steuern und den Kapitalismus eingrenzen. Geht das überhaupt?

Die Verbindung von Politik, Unternehmen und Gewerkschaft drohen von der Globalisierung gefährdet zu werden, denn die nationale Macht ist sekundär geworden. Die politischen Instanzen haben ihre Kontrolle verloren. Dabei brauch man eine Regulation v. HedgeFonds z.B., die eine schwankende wirtschaftliche Basis haben. Kann man noch regulieren, wenn ja wie?
Bevor es zu einer Weltwährungskrise kommt, müssten wir unsere Abhängigkeit zu Amerika überdenken, das längst v. mehreren Finanzmärkten konkurriert wird und der Dollar als stabile Weltwährung in Frage gestellt ist.
Mehr Menschen erkennen das Problem, aber sind eher durch globalisierte Märkte verbunden, als durch einen Protest. Der G8-Gipfel kann so oder so gesehen werden, aber was kann er noch erreichen?
Es bedarf einer grundlegenden Überdenkung der kapital. Produktions und Lebensweise.

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