Verfasst von: sanddancer | Juli 17, 2007

Otto Häuser und Ottokar

Wer kennt sie nicht, die Geschichten von „Ottokar dem braven Schüler“? Diesem Schüler, der in der DDR lebte und in seiner offenen und ironischen Weise das sozialistische Schulsystem hinterfragte oder direkt sagte wie die Welt in seinen Augen zu sehen ist. In der ehemaligen DDR waren diese Bücher so beliebt, wie die Kinderbücher von Erich Kästner in Westdeutschland.

Nun ist der Schriftsteller, Lehrer und Erfinder dieser Figur, Otto Häuser, mit 83 Jahren gestorben. Seine Bücher, über das Leben des Schülers Ottokar, waren eine freche und kritische Ansicht der sozialistischen Gesellschaft und in dieser Weise einzigartig. Durch die Figur des Ottokar konnte er manche Probleme im Alltagsleben erläutern und darstellen. Das interessante ist, dass Häuser dabei keine Probleme mit Zensur hatte. Einerseits weil seine Bücher äußerst beliebt und als Satire angesehen wurden, andererseits, da Häuser sich innerhalb der machbaren Kritik bewegte und selber eher ein Sozialist war.

Nach der Wende jedoch, gingen seine weiteren Bücher in einer gesamtdeutschen Konkurrenz unter und er konnte an seine früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen. Sein Werk „Ottokar“ bleibt aber eine literarische Köstlichkeit für Kinder und Erwachsene.

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