Verfasst von: sanddancer | April 25, 2008

antike Punks

Platon sagte, „der Mensch ist ein zweifüßiges Tier“.
Protagoras sagte, „der Mensch ist das Maß aller Dinge“.
Diogenes sagte, von wegen, „ich suche einen Menschen…“

Gesellschaftskritik ist schon immer eng mit Philosophie verbunden und keiner konnte das besser repräsentieren als der antike Philosoph Diogenes, der antike Punk. Während andere Philosophen über das menschliche Verhalten nachdenken, provoziert er durch Aktion und Schlagfertigkeit jeden und vor allem diese, die sich „menschlich“ nennen. Vom Handeln und Tun seiner Zeitgenossen die Nase gestrichen voll, möchte er lieber verrückt werden als der Lust und Habgier zu erliegen. Protestierend steigt er aus der Gesellschaft aus, um in vollkommener Bedürfnislosigkeit zu leben. Seine Grundlage bildet der natürliche Mensch. Ein Faß wird sein Zuhause. Er will zeigen, wie weit die Menschen sich von ihrem „Menschsein“ verfremdet haben, sie sind Sklaven ihrer Habgier und ihrer geschaffenen Konventionen. Die Macht und Autorität Alexanders des Großen verfällt durch eine schlichte Aufforderung.

….und so kritisierte, provozierte er, spöttisch, schamlos Onanie auf dem Marktplatz treibend:
„Könnte man doch den Bauch ebenso reiben, um den Hunger los zu werden.“

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