Verfasst von: sanddancer | November 3, 2005

Nationales Denken

dies vorab:
Was ist Nationalismus?
Häufig wird damit ein übersteigerter Bezug zur eigenen Nation bezeichnet. Aus Gemeinsamkeiten in verschiedenen Lebensbereichen entsteht ein Nationalbewusstsein. Ein Nationalist versucht diese überzubewerten und es entsteht ein Überlegenheitgefühl.
Aber was ist eine Nation?
Staatnation oder Kulturnation? Der Staat als Gebilde mit einem Staatsvolk und einem Staatsgebiet oder die Kultur als Lebensäußerung einer bestimmten Gemeinschaft.
Man sieht, dass beides nicht zusammenpasst. Aber um eine Nation zu werden muss beides zusammenpassen.
Nationalismus ist aufgrund dieses Widerspruchs eine soziale Krankheit.

Vor einiger Zeit habe ich folgende Skalen, hier zu lesen (S.13/14) pdf, über Rechtsextremismus in Deutschland gelesen. Die Zahlen sind schockierend aber nicht überraschend.
z.B.: „Deutschland ist anderen Völkern von Natur aus überlegen“ 15%
“ Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten“ 12,3%
„Die Bundesrepublik sit durch Ausländer überfremdet“ 37%
Es ist einfach schlimm, wenn man solche Zahlen sieht.
Bei dieser Umfrage spielt wohl ziemlich Ausländerfeindlichkeit eine Rolle. Die vielen Muslime und Türken werden, besonders nach den globalen Aktionen der fanatischen Dschihadisten, von vielen Menschen als eine Gefahr angesehen. Intoleranz macht sich breit und der heimliche Wunsch weniger Ausländer im Land zu haben.
Aber woher kamen sie denn? Wer hat sie eingeladen? Wir waren es selber. Großzügig wurden die Gastarbeiter in den 50ern und 60ern nach Deutschland eingeladen; für die Arbeit, die keiner machen wollte. Dabei kamen viele auch aus der Türkei aus verarmten Gebieten, ohne Bildung. Die Regierungen drückten bei der großen Zahl immer ein Auge zu und plötzlich blieben die Ausländer. Es gefiel ihnen hier. Sie brachten ihre eigenen Familien und SItten mit.
Aber heutzutage will man die Ausländer nicht mehr. Denn sie wollen nun auch promovierte Jobs und mehr Anerkennung, die man ihnen nicht immer gab. In den Gebieten mit vielen Ausländern macht sich Armut breit und Ärgerniss.
Man hatte vergessen sie zu integrieren.
So entstanden zwei Blickpunkte.
Die Ausländer fühlen sich nicht akzeptiert und benachteiligt.
Die Deutschen fühlen sich vor den Ausländern bedroht.
Mich macht es wütend, wenn Leute solche dummen kurzsichtigen Aussagen machen. Die Vergangenheit wir im Vorzug des eigenen Egos ausgeblendet. Ich will ein starkes Deutschland blabla. Dann schau dich im Spiegel an bist du größer, besser als andere? Nein, du bist nur einer von 6,5 Mrd. Menschen. Dann kommt noch die Unterstützung der Medien dazu: „Du bist Deutschland, ja! Komm wir bauen Deutschland aus, wir bringen es nach vorne!“ (mit dabei der hohe Adel von Kahn bis Xavier) Nein danke. Leute lasst den Scheiß, das bringt keinen weiter.
Es ist ja schön das alle Farben dabei sind, aber wirklich helfen tut das niemand, wenn alle in ein neues Nationalgefühl reingezwungen, aber einige in der Straßenbahn immernoch schief angeschaut werden.
Das kann nicht sein. Das darf nicht sein, sonst geschieht es wirklich, dass wir hier bald ein Terroakt haben und eine rechte Regierung, wie in den Nachbarländern.
Die Warnungen der Geschichte, Integration und demokratische Grundsätze müssen besser übermittelt werden.

PS: Verzeiht mir die vielen Verallgemeinerungen.

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